Presseunterlagen

Komplette Pressemappe
Komplette Pressemappe als ZIP-Datei.
I. Pressemitteilungen
Senckenberg-PM Website-Online als PDF-Datei
Senckenberg-PM Tiefsee-Ankuendigung als PDF-Datei
Senckenberg-PM Ankunft der Tiefsee-Riesen als PDF-Datei
Senckenberg-PM Vortrag Prof-Tuerkay als PDF-Datei
Besucheransturm in der Dresdner Tiefsee
Dresdner Riesenkalmar noch ohne Namen
Die Tiefseeriesen bleiben länger in Dresden
Dresdner Tiefsee-Ausstellung zeigt nun auch Teile eines echten Riesenkalmars
II. Ausstellungsprofil
Ausstellungsprofil als PDF-Datei
III. Allgemeine Bilder
Das Logo der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Das Logo zur Tiefsee-Ausstellung
IV. Bilder: Tiere
Schwarzangler (Melanocetus johnsonii), m/w
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

Lebensraum: In allen Ozeanen, 100 – 200 Meter Tiefe.
Besondere Kennzeichen: Lauerjäger des freien Wassers, der mit seiner leuchtenden Angel Beutetiere anlockt. Länge des Weibchens bis 18 Zentimeter, des Männchens bis drei Zentimeter.
Anekdote: Die Männchen sind viel kleiner als die Weibchen und werden daher als Zwergmännchen bezeichnet. Zur Fortpflanzung beißen sie sich für eine gewisse Zeit am größeren Weibchen fest. Bei anderen Tiefseeanglern können die Zwergmännchen wie Parasiten mit dem Körper des Weibchens verwachsen und sind so zeitlebens mit dem Weibchen verbunden.
Fußballfisch (Himantolophus albinares)
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

Lebensraum: Atlantischer Ozean, 200 – 1000 Meter Tiefe. 
Besondere Kennzeichen: Anglerfisch mit einer warzigen Haut, die mit kleinen Stacheln besetzt ist. Die Weibchen ähneln aufgrund ihrer runden, etwas aufgeblasen wirkenden Form einem Fußball. Länge des Weibchens ist 19 Zentimeter, Männchen bis drei Zentimeter.
Anekdote: Der Fußballfisch gehört zu den Tiefseeanglern, dessen Männchen zwergwüchsig sind. Mit ihrem gut ausgebildeten Geruchssinn finden die schlanken Zwergmännchen die viel größeren Weibchen.
Fangzahn (Anoplogaster cornuta)
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

Lebensraum: In allen Ozeanen, 500 – 5000 Meter Tiefe. 
Besondere Kennzeichen: Besitzt riesige Zähne, Länge bis 18 Zentimeter.
Anekdote: Mit den langen Fangzähnen kann er sein Maul gar nicht schließen. Beute wird durch ein schnelles Aufreißen des Mauls einfach eingesogen. Den Weg zurück versperren der Beute dann die langen Zähne. Als Jungfisch besteht die Nahrung mehr aus Garnelen, im Alter sind es hauptsächlich andere Fische.
Pottwal-Jungtier (Physeter macrocephalus)
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

Lebensraum: In allen Ozeanen.
Besondere Kennzeichen: Pottwale tauchen auf der Suche nach Nahrung bis zu 2000 Meter tief. Männchen werden 18 Meter, Weibchen 13 Meter lang.
Anekdote: Überreste in den Mägen der Pottwale lassen darauf schließen, dass Tintenfische die Hauptnahrung der Pottwale sind. Saugnapfabdrücke auf der Haut der Wale legen die Vermutung nahe, dass sich die Kalmare erbittert zur Wehr setzen. Direkte Beweise gibt es dafür bislang jedoch nicht.
Langnasenchimäre (Rhinochimaera pacifica)
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

Lebensraum: Pazifischer Ozean, 300 – 1500 Meter Tiefe.
Besondere Kennzeichen: Ein schwertartiger Fortsatz an der Schnauze ist mit Sinneszellen übersät, über die elektrische Felder wahrgenommen werden können. Das hilft bei der Beutesuche im Sediment. Länge bis 130 Zentimeter.
Anekdote: Eine urtümliche Knorpelfischart, die mit den Haien und Rochen verwandt ist. Sie ernährt sich von Bodentieren, wie Garnelen und Krebsen.
Pelikanaal (Eurypharynx pelecanoides)
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

Lebensraum: In allen Ozeanen, 500 – 7000 Meter Tiefe.
Besondere Kennzeichen: Ein riesiges Maul mit winzigen Zähnen. Länge bis ein Meter.
Anekdote: Der Pelikanaal ist ein wenig wählerischer Räuber des freien Tiefenwassers. Die Kiefer sind nur durch eine elastische Membran locker miteinander verbunden. Er besteht fast nur aus Maul, dass er über seine Beute regelrecht stülpt. Mit Hilfe seines dehnbaren Kehlsacks, der an den eines Pelikans erinnert, kann er so Krebse, Tintenfische und Fische verschlucken. Die Beute kann auch mal größer sein als er selbst.
Schwarzer Drachenfisch (Malacosteus niger)
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

Lebensraum: Alle Ozeane außer Südpolarmeer, in 50 – 3500 Meter Tiefe, aber am häufigsten in Tiefen um 1000 Meter.
Besondere Kennzeichen: Besitzt unterhalb der Augen rote Suchscheinwerfer. Länge bis 24 Zentimeter.
Anekdote: Der Schwarze Drachenfisch besitzt als einer der wenigen Tiefseefische Leuchtorgane, die rotes Licht aussenden. Sein Trick ist es, das blaugrüne Licht seiner Photozellen – typisch für Biolumineszenz – mit Hilfe eines Filters in rotes Licht umzuwandeln. Er selber kann rotes Licht wahrnehmen mit Hilfe eines dem pflanzlichen Chlorophyll ähnlichen Pigments. Aber andere Tiefseebewohner können das rote Licht nicht sehen. So bleibt er für seine Beute, kleine Krebse (Copepoden) im freien Wasser, aber auch für etwaige Räuber unsichtbar.
Tiefseekrabbe (Paralomis hystrix)
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

Lebensraum: Japan, in einer Tiefe von ca. 250 Metern.
Besondere Kennzeichen: Ein stacheliger Bodenbewohner.
Anekdote: Die Tiefseekrabbe ist bisher kaum erforscht. Die Art wird zurzeit nicht kommerziell gefischt.
Ruderfußkrebs (Pontostratiotes sp.)
© Terue C. Kihara und und Marco Büntzow

Lebensraum: Angolabecken, Tiefseebecken des Südost-Atlantiks (5127–5145 Meter)
Besondere Kennzeichen: Großes Mundwerkzeug, lange Schwanzgabel, Körpersegmente mit Dornen.
Anekdote: Dieser relativ große Ruderfußkrebs (Länge: ca. drei mm) lebt auf dem Tiefseesediment im Angolabecken. An den Körpersegmenten erkennt man bizarre Bildungen, welche an Dornen erinnern und vermutlich zur Abwehr von Fressfeinden dienen. Der Gattungsname Pontostratiotes heißt übrigens wörtlich übersetzt: Soldat mit Speeren.
Der 5m-lange Riemenfisch empfängt die Besucher...
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner
Der 7 Meter lange Riesenkalmar ist ein Highlight der Tiefsee-Ausstellung in Dresden
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner
Volker Miske untersucht einen Riesenkalmar
© & Foto: Volker Miske
Dieses Bild ist für Presseveröffentlichungen über die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die auf der Pressemitteilung vom 07.06.2011 basieren, und die Tiefsee-Ausstellung unter Angabe des entsprechenden Copyrights freigegeben.
V. Bilder: Ausstellungsobjekte
Das U-Boot ‚Mariana 10914‘
© Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Foto Sven Tränkner

In der Tiefsee-Ausstellung wartet ein elf Meter langes Modell eines Tiefsee-Forschungs- U-Bootes auf die Besucher. Diese können hier auf eine virtuelle Tauchfahrt gehen und das Abenteuer Tiefsee hautnah spüren.
Die Tauchglocke ‚Bathysphere‘
© Daylight PR, Foto Stefan Lange

Nachbau der berühmten Tauchglocke, mit der William Beebe und Otis Barton in den 1930ern wichtige Pionierarbeit geleistet haben.
U-Boot und Tauchglocke
VI. Bilder: Abenteuer Tiefseeforschung
Abenteuer Tiefseefoschung
© Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Wind und Wetter sowie hohe Wellen machen die Tiefseeforschung auch heute noch zu einem echten Abenteuer.
F.S. Polarstern
© Dr. Armin Rose, Senckenberg am Meer

Das Forschungsschiff wurde speziell für die Arbeit in den Polarmeeren konzipiert und ist gegenwärtig das leistungsfähigste Polarforschungsschiff der Welt. Seit ihrer Indienststel-lung im Jahre 1982 hat das schwimmende Großlabor weit über dreißig Expeditionen in Arktis und Antarktis abgeschlossen. Die Polarstern befindet sich nahezu 320 Tage im Jahr auf See und bereist gewöhnlich zwischen November und März die Antarktis sowie im Nordsommer die arktischen Gewässer.

Die Polarstern ist für biologische, geologische, geophysikalische, glaziologische, chemische, ozeanographische und meteorologische Forschungsarbeiten ausgerüstet und verfügt über neun wissenschaftliche Labors.
Epibenthosschlitten
© Regina Schauer

Der Epibenthosschlitten (EBS) wurde speziell zum Fang mittelgroßer „Ranzenkrebse“ (Peracarida) entwickelt. Einige Vertreter dieser, im Wesentlichen der Macrofauna zugerechneten Tiere (z.B. Asseln, Scherenasseln, Floh- und Schlickkrebse),leben direkt am Meeresboden. Andere wiederum (z.B. Schwebgarnelen) in der Wassersäule knapp darüber. Damit diese Organismen gefangen werden können, ist der EBS mit zwei Netzen ausgerüstet, einem kleinmaschigen (300μm) ‚Epinetz‘ dicht über Grund, und einem mit größeren Maschen (500μm) versehenen ‚Supranetz‘ darüber. Beide Netze münden, ähnlich wie beim Planktonnetz, in je einen Netzbecher, der die gefangenen Organismen sammelt.
Unterwasser-Roboter ROV Quest©
© Marum

Der ROV Quest ist ein Unterwasserroboter, der in Wassertiefen von bis zu 4000 Metern zum Einsatz kommt. Seit dem Jahre 2003 wurde der ROV Quest bei mehr als 20 Tiefsee-Expeditionen eingesetzt. Hier absolvierte er insgesamt mehr als 200 wissenschaftliche Tauchgänge in Tiefen zwischen 280 und 4014 Metern.Der ROV Quest wurde ursprünglich in den USA für industrielle Offshore-Einsätze in der Tiefsee entwickelt und später von Marum in Bremen für wissenschaftliche Aufgaben adaptiert.

VII. Tiefseeforscher

Prof. Dr. Michael Türkay