Gehen Sie auf Entdeckungsreise

1. Fantastische Meeresmonster

Seit Menschengedenken haben Seeleute und Fischer in ihrer Phantasie die Meerestiefen mit Monstern aller Art bevölkert. In der Tiefsee-Ausstellung erklärt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung legendäre Ungeheuer. Sie begeben sich bspw. auf die Spur der unheimlichen Riesenseeschlange und des Riesenkraken.

2. Frühe Erkundung

Erst vor 130 Jahren fand die erste wissenschaftliche Expedition in die Tiefsee statt. Historische Berichte und Sammlungsstücke aus der Zeit der Britischen „Challenger“-Expedition und der Deutschen „Valdivia“-Expedition zeigen Ihnen anschaulich, wie damals Tiefsee-Lebewesen gefischt und untersucht wurden.

3. Moderne Tiefseeforschung

Viele Tiefseetiere sind äußerst empfindlich und werden beim Netzfang bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Die aufregenden Entdeckungen der letzten Jahrzehnte waren nur mit Hilfe von modernen U-Booten und Tauchrobotern möglich, die in Tiefen von mehreren Tausend Metern vordringen.

4. Extremer Lebensraum

Hier erfahren Sie, was es bedeutet, unter enormen Druck, in ewiger Dunkelheit, mit dauernder Nahrungsknappheit und eiskalten Temperaturen zu überleben. Zahlreiche der faszinierendsten Kreaturen sind von Senckenberg als lebensechte, detaillierte Modelle nachgebaut. Zusätzlich werden hier konservierte Originale präsentiert.

5. Unglaubliche Spezialisten

Wie kommen die Tiefseelebewesen mit ihrer unwirtlichen Umwelt zurecht? Modelle veranschaulichen, wie sich die Tiere in ihrer Fortpflanzung, der Nahrungssuche und dem täglichen Überleben an den enormen Druck, die spärliche Nahrung und die ständige Dunkelheit angepasst haben. Hierbei beschäftigt sich die Ausstellung mit Themen wie z.B. „Biolumineszenz/ Lebendes Licht“, „Effiziente Fresser“ oder auch „Riesen und Zwerge“. Zudem demonstriert das Diorama eines sogenannten ‚Schwarzen Rauchers‘ (Black Smoker) die sogenannten Oasen der Tiefsee. Trotz der extremen Umweltbedingungen herrscht hier eine unvergleichliche Vielfalt und Dichte an Lebewesen.

6. Weicher Boden

Die Böden der Tiefsee bestehen aus weichem Schlamm. Diese riesigen Schlickebenen werden von bodenlebenden Fischen wie Chimären und Grenadierfischen, See- und Schlangensternen, Krebsen, Seefedern, Würmern und vielen Kleinstlebewesen besiedelt. Zu den häufigsten Vertretern der größeren Tiere gehören die Seegurken, die zuweilen in großen Herden über die Weichböden wandern.

7. Bedrohte Tiefsee

Bereits heute profitiert der Mensch von der Tiefsee: Einige Fischarten werden genutzt und Ölbohrungen reichen längst in Tiefen von mehr als 600 Metern. Der Abbau von Manganknollen der Tiefseeebenen und die Nutzung von Methanhydrat zur Energiegewinnung werden diskutiert. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Tiefsee-Ausstellung auch mit einem traurigen Kapitel: Die rücksichtslose Nutzung der Tiefsee als Abfallhalde. Anhand des Beispiels vom „Orange Roughy“, ein Fisch dessen Bestände stark ausgebeutet wurden, macht Senckenberg deutlich, dass der faszinierende Lebensraum Tiefsee dringend geschützt werden muss.

8. Pottwal und Riesenkalmar

Auge-in-Auge mit den Giganten der Tiefsee! Die mehr als 7 Meter großen Modelle schweben über Ihren Köpfen und erscheinen zum Greifen nah.